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Verfasst von railfox am 24. Januar 2009 16:07 (IP gespeichert)

Der Lokschuppen war ein moderner, freistehender, eingleisiger Bau aus weissen Beton-Fertigelementen. In ihm standen beide Loks hintereinander. Die Einfahrt war ein großes Stahl-Rolltor. Heute dürfte der Lokschuppen als LKW-Halle oder Werkstatt dienen.
Er befand sich süd-östlich des DB-Stellwerks am Bü Römeralle an der DB-Ladestraße an der Karolingerstraße. Um Kosten zu sparen, hatte man einfach am Ende eines Ladegleises den Schuppen erbaut und somit ein Extra-Lokschuppengleis eingespart.

Wenn Du nochmal in Zülpich bist, schau mal bitte nach, ob der Lokschuppen noch vorhanden ist, vielleicht ist er mittlerweile umbaut mit anderen Gebäuden- oder aber abgerissen.Zur Not einfach mal vor Ort ein paar Leute ansprechen.

Nachtrag /Korrektur zu meinem letzten Beitrag zur Zülpicher Industriebahn (ZIB):

Das neue, heutige Anschlußgleis zur Zülpicher Papierfabrik (ex Bessenicher Mühle, es Siegert Wellpappe) ist keine Verlängerung des Anschlußgleises der früheren Brikettfabrik Victor Rolff KG.
Nebenbei: Am südlichen Ortsrand von Geich befindet sich der heutige "Neffelsee" - benannt nach dem vorbeifliessenden Neffelbach, der auch die Wasserkraft für die Bessenicher Mühle lieferte.
Bei dem Neffelsee handelt es sich um die geflutete Braunkohlengrube der Victor Rolff KG - er lieferte die Rohbraunkohle für das Kraftwerk und die Brikettfabrik und war bis ca. 1969 in Betrieb.
Da Braunkohlengrube und Brikettfabrik/Kraftwerk erst nach 1950 errichtet wurden, war die Anlage sehr modern. Zwischen Grube und Brikettfabrik gab es keine Grubenbahn, sondern von Anfang an eine Förderbandanlage.

Zurück zur ZIB:

1992 bestand die ZIB aus folgenden Gleisanlagen:

1) ex DB Bhf Zülpich (Personen/Güter) an der Römeralle/Krefelder Straße, bis auf das Durchgangsgleis von der DB gemietet oder gepachtet.

2) 2. DB-Streckengleis DB Bf. Zülpich in Richtung Düren bis zum DB-Anschluß Wallon (ex Brikettfabrik), von DB gemietet oder gepachtet

3) ca. 500 m langes Anschlußgleis zum Autolager bzw ex Brikettfabrik V. Rolff KG

4) Anschlußgleise vom DB-Bf. Zülpich ins Zülpicher Industriegebiet. Wichtigster Anschließer war hier die um 2002 geschlossene Weizenstärkefabrik von CERESTAR. Als CERESTAR 2001 an die US-Gruppe "Cargill" verkauft wurde, wurde das Werk in einer Form von vorrauseilendem Gehorsam von Cerestar geschlossen, lediglich zwei weitere deutsche Standorte überlebten den Eigentümerwechsel. Als Nachteil für Zülpich wurde den Beschäftigten auch der fehlende, direkte Anschluss an eine Wasserstraße sowie die geringe Werksgröße verkauft.

5) Die Reste der "alten" Zülpicher Industriebahn aus DKB- und EKB-Zeiten. 1993 führte ein Rest noch aus dem Gelände der Papierfabrik heraus entlang der "Dreikönigenstraße", kreuzte ohne techn. Sicherung die Römerallee und endete im Bereich "Düsseldorfer Straße" in einem Landhandel.

Martin


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